Die Klosterkirche St Marien und St. Cyprian

Der Innenraum und die Ausstattung

Denkmal
Foto: Panse
 

Die figürlichen Grabsteine

Neben anderen mittelalterlichen Grabsteinen, die zumeist für Äbte des Klosters bestimmt waren, ist einer besonders bemerkenswert.  Es ist eine Grabplatte für den Klostergründer Markgraf Thietmar (+978) und seinen Sohn Gero.  Nicht zu verwechseln mit dem im Kölner Dom ruhenden Klostermitbegründer Erzbischof Gero. Thietmar in Rock und Mantel auf einem Löwen stehend mit einer Darstellung des Kirchenmodells. Gero in Ritterrüstung steht hingegen auf einem wilden Mann und hält in seiner linken ein Schild mit Löwenbildnis.

Der Stein befindet sich im Chorscheitel und ist etwa 1350 entstanden.

Die Monatssäule

Um 1840 fand man bei Fußbodenverlegearbeiten im nördlichen Chornebenraum diese Säule und nannte sie Monatssäule.

Sie hat sich aus der Zeit des Überganges vom spätromanischen zum hochgotischen  Bausystem der Kirche erhalten und gehört zu den in Deutschland seltenen Denkmälern, die Monatsbilder plastisch zur Ausführung gebracht haben. Sie wird dem 12./13. Jh. zugeordnet und ist von hohem kulturgeschichtlichem Wert.

Das berühmteste Beispiel eines solchen künstlerischen Kalenders in Säulenform befindet sich im Straßburger Münster.

 

Es erwartet ihn eine der seltenen Hallenkirchen Mitteleuropas. Die dreijochige Halle mit den drei gleichhohen Schiffen entstand erst nach 1280. Einflüsse der Marburger Elisabethkirche und des Mindener Domes sind hier sehr deutlich erkennbar. Dies zeigt sich auch in Gestalt und in den Proportionen der Pfeiler.

In der Klosterkirche haben sich nur wenige Ausstellungsstücke aus dem Mittelalter erhalten.

Betritt der Besucher die Kirche, so überrascht ihn die Wirkung des Raumes.

 

Foto: Panse
Grab-Gedenkplatte
Betritt der Besucher die Kirche, so überrascht ihn die Wirkung des Raumes.
3,05 x 2,40
 

Das Epitaphbild  an der  Südwand des  Chorraums

Es zeigt das Bild des Gekreuzigten mit der fürstlichen Stifterfamilie. Links neben dem Kruzifix knien betend Fürst Joachim Ernst von Anhalt und zwei Söhne. Rechts sind es Fürstin Agnes von Anhalt, geborene Gräfin von Barby und vier Töchter. Im Hintergrund ist die Landschaft mit Bernburg und Nienburg abgebildet. Beim genauen Betrachten findet man die nebenstehende Abbildung der damaligen Nienburger Klosterkirche mit dem beeindruckenden Turm.

Das Bild ist aus dem Jahr 1570 von Lucas Cranach dem Jüngeren datiert und signiert.

Udo Lorenz
Betritt der Besucher die Kirche, so überrascht ihn die Wirkung des Raumes.
 

Der romanische Stuckfußboden

Man fand diesen inkrustierten Stuckfußboden 1926 bei Grabungen im Ostteil der Kirche. Ursprünglich befand sich der Fußboden direkt über der Krypta im Vorgängerbau. Von den wenig erhaltenen Teilen der Gesamtfläche können Sie einen Rekonstruktionsversuch besichtigen.

In der Mitte ist die Darstellung des thronenden König Salomons, in ein Medaillon gefaßt, erkennbar. Ihn umgaben weibliche und männliche Figuren,  in kleineren Medaillons. In den Händen halten die Figuren  Spruchbänder oder verweisen auf Textleisten. Das innere Figurenfeld war von Tieren und Fabelwesen sowie stilisierten Blättern umgeben.

Das sächsisch spätromanische Werk ist um 1200 entstanden und ist von hohem Wert.

Bildausschnitt mit der Klosterkirche
Ausschnitt des Fußbodens
 

Die farbverglasten Kirchenfenster sind noch direkt auf der Seite Historie beschrieben.

Panorama des Kircheninneren
 
 
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